Svenja Leiber

Es ist als hätte ich mich verirrt und fragte ich jemand nun den Weg nach Hause. Er sagte, er wird mich ihn führen und geht mit mir einen schönen ebenen Weg. Der kommt plötzlich zu einem Ende. Und nun sagt mein Freund: „Alles, was Du zu tun hast, ist jetzt noch von hier an den Weg nach Hause finden.“

Ludwig Wittgenstein, 1945

 

Staub, 2018 Suhrkamp Verlag

 

Übersetzung ins Englische

Rezensionen Staub

 

 

»Der Roman ist voll mit seltsamen Augenblicken und mit Arabesken des Menschlichen. Durch sie hindurch schimmern existenzielle Fragen und die erstaunliche Klugheit eines Romans, der seinen Anspruch nicht einem oberflächlichen Realismus opfern will.«

Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2018

 

»Virtuos verschränkt Leiber in ihrer Erzählung Vergangenheit und Gegenwart (...) Kann ich mich erneuern und kann ich den Kategorisierungen von außen entkommen? Diesen Fragen folgt die Autorin mit Sensibilität und Konzentration, außergewöhnlicher Sprachkraft und beeindruckender Souveränität, eine Hochseilakrobatin ohne Netz. (...) Das macht ihr Buch literarisch, menschlich und politisch bedeutsam.«

Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur, 20.03.2018

 

»Svenja Leibers Roman ist ein großer Wirbelsturm, der durch die Wüste des dialektischen Denkens fegt.«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2018

 

»Svenja Leibers haltloser Ich-Erzähler lernt in der Fremde, dass es vor den Zumutungen des Lebens kein Entkommen gibt. Doch er begreift auch, dass es tröstlich und hilfreich sein kann, sich erzählend der eigenen unsicheren Existenz zu vergewissern. „Staub“ ist ein Roman, der zu den existenziellen Fragen, die er aufwirft, nicht immer schon Antworten mitliefert. Gerade deshalb lohnt sich die Lektüre.«

Holger Heimann, ORF, 22.04. 2018

 

»Svenja Leiber schreibt mit einer literarischen Wucht, die sie dem Leser radikal zumutet. Von der ersten Seite an. Die 1975 geborene Schriftstellerin zeigt, wie eindringlich Sprache sein kann. Sein muss. Kein Herauskommen aus der Erzählung. Die Bedrängnis des Protagonisten ist auch die unsere. Das Leben: immer auch ein Dasein zum Tode.«

Sylvie-Sophie Schindler, Galore Interviews Nr. 28

 

»Das unklare, unstete Suchen prägt den Charakter dieses Buches. Dabei schildert Svenja Leiber Szenen von poetischer Schönheit, doch sie setzt eben als Widerhaken verstörende Momente dazwischen. Sie springt dann in den Zeiten und lässt erst viele Seiten später zu, dass man die Geschichte entwirrt. Und belohnt wird dafür, den Figuren gefolgt zu sein.«

Cornelia Geissler, Berliner Zeitung, 22.03.2018

 

»Ein sehr herausfordernder, sehr komplexer Roman.«

Katharina Teutsch, 3sat Messe, 15.03.2018

 

»'Staub' ist ein insgesamt wagemutiger Text, in dem Leiber sich nicht nur zwischen Orient und Okzident sondern auch zwischen den Geschlechtern und den Altern bewegt. (...)«

Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 15.03.2018

 

»Svenja Leibers Worte tragen einen durch ihre ganz eigene Melodie, in der Melancholie und Verletztlichkeit, aber auch feine Ironie und Humor mitschwingen. Sie berühren einen, ohne dass man immer genau erklären kann, warum. (...)  Eine berührende Geschichte, die noch lange nachklingt.«

Annkathrin Bornholdt, NDR Kultur, 26.04.2018

 

»In diesem Roman kreuzen und überlagern sich europäische und arabische Sichtweisen. Ich erfahre viel über den Alltag in Amman und Riad. Über Gewohnheiten, Aberglaube, Religion und arabische Sprichwörter … Svenja Leiber schreibt ohne Klischee und Zellophan. Hier geht es nicht um Wüstensandromantik, sondern um Nahost … Leiber bringt präzise und zugleich erfrischend die Befindlichkeit unserer Zeit auf den Punkt... Ich bin ein Fan von Svenja Leibers Sprache.«

Annette König, Die BuchKönig, Radio SRF 1, 30.04.2018

 

»Ganz gleich, ob Leibers Bücher in Norddeutschland oder im Nahen Osten spielen, was einen jedes Mal umhaut, sind ihre Sätze, die sich so lesen, als wären sie zum ersten Mal geschrieben worden.«

Dilek Güngör, Kulturaustausch, 2/18

 

»Ein lyrischer Roman. Svenja Leiber ist keine Autorin, die ihren Leserinnen eine Geschichte lang und breit erzählt. Sie zeichnet ganze Welten mit einem Satz und lässt um diesen herum genug Raum für uns, um unser eigenes Bild hineinzuprojizieren.«

lobedentag.blogspot.com, 13.04.2018